Da ist im ersten Teil zuerst einmal die Mezzosopranistin Stephanie Szanto. Die Ausschnitte der Kantate «Scena di Berenice» (Haydn) passen genau zu ihrer Stimme. Sie singt dramatisch und technisch ausgereift, verfügt über einen grossen, weit tragenden Klang. Vor allem das «Urlicht» aus Gustav Mahlers zweiter Sinfonie zeichnet Szanto mit einem weiten Gestus, einer unaffektierten Ruhe, und setzt das Feierliche meisterhaft in Szene.
Roman Kühne – Luzerner Zeitung
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KKL Das Solistenkonzert ist die jährliche Leistungsschau der Musikhochschule Luzern. So hoch wie dieses Mal war das Niveau noch nie.

Für die Hochschule Luzern – Musik ist ihr jährliches Solistenkonzert natürlich eine wichtige Visitenkarte, eine Leistungsshow ihres obersten Ausbildungssegmentes. Diese Spitze ist es, die neben dem Ruf der Dozenten das Licht der Akademie auf der internationalen Landkarte scheinen lässt – oder eben nicht. Entsprechend fundiert ist der Anlass abgestützt. Begleitet werden die Solisten vom Luzerner Sinfonieorchester, und ihr Chefdirigent, James Gaffigan, lässt es sich nicht nehmen, den Abend persönlich zu leiten.

Nimmt man den aktuellen Auftritt zum Massstab, so ist es um den Standort Luzern wahrlich exzellent bestellt. Was am Mittwoch im Konzertsaal des KKL qualitativ geboten wird, übertrifft deutlich das Niveau der letzten Jahre. Gleich bei dreien der Solisten würde es kaum auffallen, spielten sie in einem «regulären» Konzert. Da ist im ersten Teil zuerst einmal die Mezzosopranistin Stephanie Szanto. Die Ausschnitte der Kantate «Scena di Berenice» (Haydn) passen genau zu ihrer Stimme. Sie singt dramatisch und technisch ausgereift, verfügt über einen grossen, weit tragenden Klang. Vor allem das «Urlicht» aus Gustav Mahlers zweiter Sinfonie zeichnet Szanto mit einem weiten Gestus, einer unaffektierten Ruhe, und setzt das Feierliche meisterhaft in Szene.

Schweizer Höhepunkt

Die zwei anderen Solisten vor der Pause erreichen nicht ganz diese Überzeugungskraft. Die Flötistin Katharina Pitzen spielt das finale Allegro des Flötenkonzertes in d-Moll von Carl Philipp Emanuel Bach sehr virtuos und packend. In den ersten zwei Sätzen fehlen jedoch die nötige Präsenz und Führung. Der Kontrabassist Witold Moniewski interpretiert musikalisch überzeugend, gibt dem witzigen Konzert des Italieners Nino Rota Würze und Qualität. In den äusserst komplex zu greifenden Notenschichtungen müsste er die Intonation wohl teils anders tarieren.

Ein Höhepunkt ist der Auftritt des Schweizer Violinisten Sebastian Bohren nach der Pause. Karol Szymanowskis (1882–1937) Violinkonzert Nr. 2 ist ein ziemlicher Brocken. Der hohe Schwierigkeitsgrad, viele Mehrfachgriffe mit komplexen Wechseln und Trillern, trifft hier auf die Idee eines «Primus inter pares». Die Sologeige ist also nicht unbedingt das hervorstechende Instrument, sondern die farbige, eng geschichtete Orchesterbegleitung ist nahezu ebenbürtig.

Grosse Stilsicherheit

Sebastian Bohren tritt mit grosser Stilsicherheit und künstlerischer Kontrolle aus dem Ensemble hervor. Er spielt seine Stradivari reif und voll, zeichnet die langen Linien emotionell, ausladend ist das Vibrato. Fast besessen folgt er der irren Dichte der Komposition, nur wenig Luft bleibt zum Atmen übrig. Ein dicker Strich, vom Anfang bis zur letzten Note.

Zum Schluss brilliert der Japaner Shintaro Kawahara mit Maurice Ravel. Dessen «Klavierkonzert für die linke Hand» spielt er spektakulär, mit teils hartem Schlag, vielfach sehr opulent. Technisch weit gereift pflegt er einen glasklaren Stil, jede Note ist greifbar, fast überdeutlich sind die Linien gezeichnet, virtuos perlt die Kadenz. Es ist ein offensiver Stil, vieles bleibt so aber an der Oberfläche, nur selten wird auch Inneres, Tieferes angetönt.

Akzentreich, wuchtig, subtil

Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) begleitet grösstenteils hervorragend. Gaffigan führt die Musiker geschmeidig durch die Stilreise. Ob lebendig und kurz, jedoch fern aller Spitzigkeit im Spätbarock (Bach), akzentreich und jazzig (Ravel und Rota) oder wuchtig und subtil in den Klangmalereien (Szymanowski und Mahler) – immer findet das Ensemble die passende Haltung.

Es gibt wohl wenig Anspruchsvolleres, als einen Abend lang «nur» in der Begleitung tätig zu sein. Doch das LSO legt mit Energie und viel Spiellust den Boden für die Solisten der Luzerner Musikhochschule. Dass die Konzerte längst nicht mehr nur ein Geheimtipp sind, zeigt der grosse Publikumsaufmarsch.

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… technisch einwandfrei geschult und von grossem Umfang, erlaubt ihr (Stephanie Szanto) nicht nur ein grosses Klangvolumen, wie es insbesondere beim Händel-Vortrag angemessen war, sondern auch ein tragendes Pianissimo, wie es bei der typisch französischen «mélodie» des «Phydilé» von Henri Duparc (1848–1933) zu betören vermochte. Und dann diese warmen, dunklen Klangfarben, unabdingbar gefordert für die heroische Tragik in «La captive» von Hector Berlioz und für die stille Trauer in «Eja Mater» aus Vivaldis lateinisch gesungenem Stabat Mater! Man wird von dieser Sängerin bestimmt noch hören.Fritz Schaub – Luzerner Zeitung

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Stephanie Szanto gehört zu den Studienpreisträgerinnen des Gesangswettbewerbs des
Migros-Kulturprozents. 32 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich angemeldet, 26 durften vorsingen und 8 talentierte Sängerinnen und Sänger haben die internationale Jury überzeugt und erhielten eine Auszeichnung. Dazu gehört auch die Mezzosopranistin aus Oberburg.
Jacqueline Graber – Berner Zeitung
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Stephanie Szanto ist eine begabte Mezzosopranistin. Kürzlich nahm sie an einem Gesangs-Wettbewerb teil. Und war dabei sehr erfolgreich.

Gibt man ihren Namen im Internet ein, erscheinen zahlreiche Einträge. Nun kam ein weiterer hinzu: Stephanie Szanto gehört zu den Studienpreisträgerinnen des Gesangswettbewerbs des Migros-Kulturprozents. 32 Kandidatinnen
und Kandidaten haben sich angemeldet, 26 durften vorsingen und 8 talentierte Sängerinnen und Sänger haben die
internationale Jury überzeugt und erhielten eine Auszeichnung. Dazu gehört auch die Mezzosopranistin aus Oberburg.

Auszahlung folgt in Raten

Stephanie Szanto darf sich über ein Preisgeld von 14400 Franken freuen. Dieses wird in monatlichen Raten ausbezahlt. «Als Studentin ist man froh über einen solchen Zustupf», so die 26-jährige Sängerin.

Neun von der Wettbewerbsleitung vorgeschriebene Stücke mussten die Teilnehmer im Vorfeld einstudieren. Während des Vorsingens am Wettbewerb wählte die Jury vier bis fünf Lieder aus. «Ich habe mich intensiv darauf vorbereitet», sagt Stephanie Szanto rückblickend. Täglich habe sie mehrere Stunden geprobt. Die Oberburgerin vergleicht ihren Beruf mit demjenigen eines Sportlers: «In beiden Branchen braucht es viel Ehrgeiz und Disziplin.» Und wie ein Athlet versuche sie, sich vor einem Auftritt oder Wettkampf in Höchstform zu bringen, und das erfordere vielmentale Stärke.

Hat Lehrerdiplom im Sack

Bereits während ihrer Zeit am Gymnasium Hofwil in Münchenbuchsee begann Stephanie Szanto mit der klassischen Gesangsausbildung an der Hochschule der Künste in Bern. Seit Januar 2010 ist sie imBesitz des Lehrerdiploms.
Danach folgte der Wechsel an die Hochschule der Künste in Luzern. Dort schliesst sie im kommenden Juni ihren
Master Performance Klassik ab. Ob sie danach nochmals ein zweijähriges Studium anhänge, sei zurzeit noch offen, sagt die Emmentalerin.

Eines dagegen ist sicher: «Mein Ziel ist es, mit der Musik meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.» Die Chancen dafür scheinen intakt, denn die Mezzosopranistin wird schon jetzt oft für Bühnenauftritte angefragt. Sie wirkt in Opern mit, wie beispielsweise Mozarts «Zauberflöte». Zudem erteilt sie in Bern, wo sie als Wochenaufenthalterin wohnt, Gesangsunterricht. «Musik ist meine Passion», sagt Stephanie Szanto und meint damit
nicht nur die klassischen Lieder. Sie möge auch Jazz und elektronische Songs. Zudem komponiere sie selber Jazz- und klassische Lieder.

Geniesst die Stille

Konzerte, Bühnenauftritte, Gesangsunterricht und Studium, da bleibt wenig Raum für das Privatleben. Kleine Zeitfenster gönnt sich die Mezzosopranistin jeweils an den Wochenenden, wenn sie bei den Eltern in Oberburg
haust. «Manchmal will ich einfach nur die Stille geniessen», sagt die junge Frau. Doch das ist auch im Elternhaus nicht immer einfach, denn auch hier spielt die Musik eine grosse Rolle. Der Vater von Stephanie Szanto ist Kontrabassist und gibt oft Konzerte. Die Mutter singt in einem Chor mit und spielt Klavier und der
Bruder übt oft und laut auf seiner E-Gitarre.

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Wolfgang Amadeus Mozart, Grosse Messe in C-Moll
So hatten Barbara Locher (Sopran) und Stephanie Szanto (Mezzosopran) zwei äusserst anspruchsvolle, koloraturreiche Arien zu bewältigen. Das ‚Laudamus Te‘ gestaltete Szanto mit schlanker Stimmführung und beeindruckender Virtuosität.Bieler Tagblatt

Nuria Richner, Stephanie Szanto und Stefanie Erni (betörend in ekstatischen Sirenengesängen) sowie der Bariton Jonathan Prelicz verbinden sich mit Caduffs vitalem Bassbariton zu einem Ensemble, das den Abend zu einem Vorzeigeprojekt für die Zusammenarbeit zwischen ‚Theater und Musikhochschule machen.Urs Mattenberger – Luzerner zeitung

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Matinée der Preisträgerinnen in der St. Charles Hall, Meggen. Junge Musiktalente im Rampenlicht. Mit einem sicheren Auftreten, einer guten Artikulation, gefühlvoll und unterstützt von Mimik und Gesten.Rigi Anzeiger

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